Tennisbekleidung heute – sportlich, modisch, funktional

Tennis wurde jahrzehntelang der „weiße Sport“ genannt. Stellt man sich einen typischen Tennisspieler vor, so ist es diese Farbe, die die Tenniskleidung dominiert. Und tatsächlich: Die Kleiderordnung eines renommierten Turniers wie Wimbledon fordert zu 90% Weiß in der Wettbewerbskleidung – der Sportler auf dem Bild rechts müsste sich ein andere Hemd aussuchen.

Historie

Die Vorliebe für weiß im Tennissport ist historisch bedingt. Schon im Mittelalter existierte der Vorläufer des heutigen Tennis als Ballspiel, das mit der flachen Hand und ohne Schläger ausgeführt wurde. Damals spielte man in dunklen Hallen und die Farbe weiß war als Kontrastfarbe von Bällen und Kleidung unverzichtbar. Heute sind die Zeiten vorbei, in denen die Damen in langen Turnkleidern mit Korsett und Strohhut den eleganten Sport betrieben. Unbequem und hinderlich waren diese Kleidungsstücke.
In den 20er Jahren traten einige Spielerinnen schon mit kurzen Kleidern auf und nach Ende des Zweiten Weltkriegs trug man in den Tennisclubs, was gerade noch verfügbar war.
Die strenge Kleideretikette lockerte sich. Ende der 80er Jahre präsentierten Topspieler wie Andre Agassi farbenfrohe und gewagte Outfits, die die Tenniswelt in Aufruhr versetzten und vorwegnahmen, was heute mit Tennis allgemein assoziiert wird. Sportlichkeit, Leistungsfähig und Funktionalität, aber ebenso Lifestyle, Modernität und Finesse.

Tennisbekleidung heute

Obwohl nach wie vor weiß als Farbe der Tennisbekleidung eine grosse Rolle spielt, hat sich die Palette für die Damen um aktuelle, frische Trendfarben wie rosa, orange, azur und grün erweitert. Bei den Herren findet man nicht selten rot, gelb, grau und marine. Sogar schwarz ist keine Seltenheit mehr. Bekannte Markenfirmen entwerfen allährlich neue Kollektionen und bringen den Tennis-chic auf die Parcours.
Aktive tragen im Training und im Wettbewerb üblicherweise die geforderte Tenniskleidung bestehend aus Shorts, Bermudas oder Pants (Hosen) bzw. für die Damen auch Skirts (kurzer Rock) oder Skorts (kurzer Rock mit integrierter Innenhose). Dazu findet man Shirts oder die traditionellen Polos und für Frauen ebenso aktuelle Tank-Tops.
Wichtig sind ebenfalls die Tennissocken, die besonderen Ansprüchen genügen müssen. Sämtliche Kleidung muss strapazierfähig sein, Schweiss schnell weiterleiten können, atmungsaktiv sein und darf nicht die Bewegungsfreiheit einschränken. Die Hersteller sind diesen Anforderungen nachgekommen: So besteht Tenniskleidung heute aus Fasern, die ein intelligentes Feuchtigkeits- und Temperaturmanagement vorweisen können, z.B. Clima Cool.
Reine Baumwolle ist praktisch nicht mehr zu finden, denn diese saugt Feuchtigkeit auf, wird schwer, kühlt den Körper aus und schränkt so die Leistungsfähigkeit des Sportlers ein.

Kleidung beim Tennis – Funktionalität entscheidet

Einige Materialien wie Clima Lite sind darüber hinaus noch ultraleicht und angenehm zu tragen. Selbstverständlich sind all diese Fasern pflegeleicht und lange haltbar. Mesh-Einätze für die Belüftung, Elastizität und durchdachte Schnitte führen zu hohem Tragekomfort und dazu, dass die Kleidungsstücke jede Bewegung mitmachen, ohne zu behindern.
Ferner haben Tennissocken eine hervorragende Passform, optional gepolsterte Sohlen oder sogar Mittelfußunterstützung und bestehen ebenfalls aus Klimafasern. Auch hier gibt es neben der Halbsocke auch kurze Ausführungen und Füßlinge.
Jegliche Tenniskleidung, ob Shorts, Polos oder auch körperbetonte Kurzkleider mit femininen Details wie Raffungen und asymetrischen Schnitten sind frei von außenliegenden, frei beweglichen Kordeln oder Ähnlichem, denn die Funktionalität und Sicherheit bei der Ausübung des Sports stehen selbstverständlich im Vordergrund.
Erwähnung müssen noch die gern verwendeten Schweissbänder für Armgelenke und Stirn finden. So wird der Spieler nicht unnötig durch Schweissfluss behindert. Auch Caps und die modischen Bandanas werden gern getragen.
Eine relativ neue Entwicklung in den letzten Jahren, die Einfluss genommen hat auf die funktionelle Sportbekleidung ist eine spezielle Gewebeart mit einem hohen Lichtschutzfaktor. Natürlich bleiben die anderen Vorteile dabei erhalten. Gerade für die Freiluftsaison eine weitere erhebliche Erleichterung für die Ausführung einer sportlich anspruchsvollen und gleichermassen gepflegten Sportart, wie es Tennis ist.