Beläge beim Tennis

Auch Sie sind ein fanatischer Tennisspieler und verbringen jede freie Minute mit dem „Weißen Sport“? Dann werden Sie mit Sicherheit schon einige Erfahrungen mit verschiedenen Tennisbelägen gesammelt, vielleicht sogar schon einen Lieblings-Belag gefunden haben. Schließlich ist es nicht nur die Technik des Spielers, die ihn ein Spiel gewinnen lässt – der Belag hat eine unheimliche Auswirkung auf die Bewegung, was wir Ihnen hier einmal ein wenig erläutern möchten.
Grundsätzlich unterscheidet man beim Tennis zwischen Sand-, Rasen-, Kunstrasen-, Teppich-, Kunststoffgranulat- und Hartplatz.

Sandplatz

Neben einem einwandfreien Ballsprungverhalten bietet der beliebte Sandbelag auch eine sehr hohe Spielqualität. Besonders für Sportanlagen unter freiem Himmel ist der Sandplatz ideal; bei Regenwetter sollten Sie es jedoch vermeiden auf dem Sandplatz zu spielen. Der Sandplatz fordert eine so genannte „Frühjahrsüberholung“: Der Belag muss in den Frühlingsmonaten instand gesetzt werden.

Kunstrasenplatz

Einen Allwetterbelag hingegen besitzt der Kunstrasenplatz. Zudem gilt er als sehr gelenkschonend und ist vor allem sehr pflegeleicht (siehe Kunstrasenplätze beim Fußball). Er ist multifunktional einsetzbar, sodass vor allem große Sporthallen häufig über einen Kunstrasen verfügen, auf dem sowohl Tennis, als auch Fußball gespielt werden kann. Des Weiteren ist ein Kunstrasen sehr lange haltbar und sehr belastungsfähig. Er bietet einen optimalen Spielkomfort und beruht auf einer Basis umweltfreundlicher Materialien und ist frostgeschützt.

Lehmplatz

Eine weitere Innovation in Sachen Tennis-Beläge bietet der Tennisplatz aus einer trittfesten Basisoberfläche mit klassischem Ziegellehm. Ein solcher Platz erfordert keine Frühjahrsüberholung und spart somit Zeit und Geld. Des Weiteren bietet der Ziegellehmplatz ein gleichmäßiges Gleitverhalten und ist besonders schonend für Gelenke und Bänder. Besonders beliebt ist er aber aufgrund seiner ebenen Spieldecke und der optimalen Griffigkeit. Er bietet eine exakte Ballreflexion und ist ganzjährig bespielbar. Der Unterschied zum klassischen Sandplatz: Die außerordentlich gute Wasserdurchlässigkeit. Der Ziegellehm ist sehr lange haltbar und gilt als sehr pflegeleicht.

Teppich

In Tennishallen sind textile Beläge bisher unbestritten die Nummer eins der Bodenbeläge. Um dem Spieler ein sand-ähnliches Gleit- und Ballsprungverhalten zu geben, wurden zu Beginn der 80er Jahre die ersten textilen Vlies-Gleitbeläge für Tennishallen entwickelt, welche hervorragende sportfunktionelle Eigenschaften vorweisen konnten.

„Kampf der Beläge“

Dass diese vorgestellten Beläge zu den beliebtesten Belägen der Welt zählen, zeigt das Tennisspiel vom 2. Mai 2007. Im so genannten „Kampf der Beläge“ spielte Roger Federer auf seinem Lieblingsbelag Rasen, gegen Rafael Nadal, welcher in diesem Spiel den Sandbelag vorzog, sodass in der Mitte des Feldes die Grenze zwischen Rasen und Sand verlief. Im nicht ganz ernst gemeinten Match siegte im übrigen Nadal, welcher auf Sand spielte – doch bilden Sie sich Ihre eigene Meinung und testen Sie einfach die verschiedenen Beläge, ob in der Halle oder unter freiem Himmel.